Alle Anleitungen

COM-Port ändert sich ständig: Ursachen und dauerhafte Lösung

COM3 wird plötzlich COM7, die Anlagensoftware findet ihr Gerät nicht mehr, das Skript bricht ab: Wechselnde COM-Nummern gehören zu den häufigsten Problemen mit seriellen Geräten unter Windows. Diese Anleitung erklärt, warum das passiert – und wie sich COM-Ports dauerhaft festlegen lassen.

Warum Windows COM-Nummern neu vergibt

Windows vergibt COM-Nummern in der Reihenfolge der Erkennung: Das zuerst erkannte Gerät erhält die nächste freie Nummer. Welche Nummer ein Gerät bekommt, hängt damit von der Startreihenfolge, der USB-Buchse und den zuvor angeschlossenen Geräten ab.

Hinzu kommt: Einmal vergebene Nummern bleiben für nicht mehr angeschlossene Geräte reserviert. Jeder neue Adapter rückt eine Nummer weiter – die COM-Nummern „wandern“ mit der Zeit nach oben.

Besonders betroffen sind Adapter ohne eigene Seriennummer, etwa viele CH340-Klone: Windows identifiziert sie über die physische USB-Buchse. Umstecken an einen anderen Port erzeugt eine neue Geräteinstanz – mit neuer COM-Nummer.

Warum manuelle Workarounds nicht reichen

Im Geräte-Manager lässt sich die COM-Nummer pro Gerät manuell ändern (AnschlusseinstellungenErweitert). Das wirkt aber nur für genau diese Geräteinstanz auf genau diesem Rechner – nach dem Umstecken, bei einem Ersatzgerät oder auf dem nächsten PC beginnt die Arbeit von vorn.

Auch das Aufräumen ausgeblendeter „Geister-Geräte“ verschafft nur vorübergehend Luft: Die Ursache – die dynamische Vergabe – bleibt bestehen.

Die dauerhafte Lösung: Regeln statt Einzelfall-Korrektur

ComPortBinder identifiziert jedes Gerät eindeutig über USB-Vendor-ID (VID), Produkt-ID (PID) und Seriennummer und verknüpft es per Regel mit einer festen COM-Nummer. Die Zuweisung übersteht Umstecken und Neustarts – und lässt sich per Profil-Export auf weitere Rechner übertragen.

  1. ComPortBinder von der Download-Seite installieren und starten – der mitinstallierte Windows-Dienst übernimmt Korrekturen mit Systemrechten, Administrator-Rechte braucht nur das Setup.
  2. Neu scannen klicken – alle seriellen Geräte erscheinen mit aktueller COM-Nummer.
  3. Für jedes wichtige Gerät eine Regel mit fester Ziel-COM-Nummer anlegen.
  4. Korrektur anwenden – ab jetzt erhält das Gerät bei jedem Anschließen dieselbe Nummer.

Mit Pro-Lizenz überwacht der Windows-Dienst mit Auto-Korrektur die Zuweisungen dauerhaft im Hintergrund – ganz ohne geöffnete Oberfläche.

Häufige Fragen

Warum ändert sich die COM-Nummer nach jedem Umstecken?
Hat ein Adapter keine eigene Seriennummer, identifiziert Windows ihn über die physische USB-Buchse. Jede andere Buchse erzeugt eine neue Geräteinstanz mit neuer COM-Nummer. Adapter mit Seriennummer (z. B. FTDI, CP210x) behalten ihre Instanz – nicht aber zwingend ihre Nummer.
Reicht es nicht, den Port im Geräte-Manager festzulegen?
Die manuelle Einstellung gilt nur für die eine Geräteinstanz auf dem einen Rechner. Regeln in ComPortBinder gelten geräteweit – auch nach Umstecken, für Ersatzgeräte (per Wildcard) und per Profil-Export auf beliebig vielen PCs.
Wie bekomme ich dieselben COM-Nummern auf mehreren PCs?
Das Regelwerk lässt sich als Profil exportieren und auf anderen Rechnern importieren – per GUI oder mit den CLI-Befehlen export-config/import-config (Pro).

ComPortBinder 1.37.0 für Windows

MSI-Installer, 1,7 MB. Jede Installation startet mit einer 14-tägigen Pro-Testphase – ohne Registrierung.

Zum Download